Weizengrütze nach mittelalterlichem Vorbild
Eine Grütze aus Weizenkörnern, Brühe und Eigelb. Getreidegerichte gehörten über Jahrhunderte zu den Grundnahrungsmitteln Europas. Die sogenannte Fromentée war dabei keine einfache Krankenspeise, sondern wurde auch zu Fleisch- und Wildgerichten serviert. Die hier vorgestellte Fassung orientiert sich an einer historischen Beschreibung und wurde behutsam für die heutige Küche angepasst.

Getreidebreie und Grützen prägten über Jahrhunderte den Speiseplan vieler Menschen. Die Darstellung ist eine KI-generierte Illustration und begleitet die KULINAVI-Serie „Kulinarische Zeitreisen“.
Zutaten
für 4 Personen
- 200 g Weizenkörner
- 750 ml kräftige Fleischbrühe
- 2 Eigelb
- 1 Prise Salz
- etwas frisch geriebener Ingwer
Mögliche Varianten:
Je nach Region, Bodenqualität und Ernte wurden Grützen nicht nur aus Weizen hergestellt. Häufig verwendet wurden auch:
- Hirse
- Gerste
- Hafer
- Dinkel
- Roggen
- Emmer
- Einkorn
Je nach Getreideart unterschieden sich Geschmack, Konsistenz und Wertigkeit erheblich. Während Weizen vielerorts als hochwertiger galt, bildeten Hirse, Hafer oder Gerste für viele Menschen die Grundlage des täglichen Speiseplans.
Zubereitung
Die Weizenkörner über Nacht in reichlich Wasser einweichen.
Am nächsten Tag abgießen und zusammen mit der Fleischbrühe in einen Topf geben.
Bei niedriger Hitze etwa 60 bis 90 Minuten köcheln lassen, bis die Körner weich sind und die Flüssigkeit leicht bindet.
Die Eigelbe mit einigen Löffeln heißer Brühe verrühren und anschließend vorsichtig unter die Grütze ziehen. Nicht mehr kochen lassen.
Mit Salz und einer kleinen Prise Ingwer abschmecken und warm servieren.