Feldbrot aromatisch

Ein einfaches Fladenbrot – inspiriert von historischen Getreide- und Feldbroten. Ob ein Landsknecht zur Zeit Georg von Frundsbergs genau dieses Brot gegessen hätte, wissen wir nicht. Die Zutaten orientieren sich jedoch an Lebensmitteln, die damals verfügbar waren und sich gut transportieren oder lagern ließen.

Historisch inspiriertes Feldbrot als reduzierte Strichzeichnung vor auberginefarbenem Hintergrund mit Getreideähren und Körnern.

Feldbrot – schlicht, nahrhaft und von historischen Getreidebroten inspiriert. Eine moderne Annäherung an die Alltagsküche zwischen Spätmittelalter und Renaissance. Die Darstellung ist eine KI-generierte Illustration und begleitet die KULINAVI-Serie „Kulinarische Zeitreisen“.

Zutaten

Für 8 kleine Fladen

  • 2 Tassen Roggenvollkornmehl
  • 2 Tassen gemahlene Mandeln oder Bohnenmehl
  • 1 TL Meersalz
  • ½ Tasse Wasser
  • ½ Tasse Essig
  • 2 EL Honig oder Ahornsirup

Mögliche Varianten

  • gemahlene Haselnüsse
  • gemahlene Walnüsse
  • Bucheckernmehl
  • gemahlene Ahornfrüchte
  • andere Nuss- oder Hülsenfruchtmehle

Zubereitung

Roggenmehl, Mandel- oder Bohnenmehl und Salz in einer Schüssel vermengen.

Wasser, Essig und Honig verrühren und in die Mitte der Mehlmischung geben.

Alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Falls nötig, etwas Wasser ergänzen.

Den Teig ausrollen und in acht Stücke teilen. Die Stücke zu flachen Fladen formen.

In der Pfanne

Die Fladen ohne zusätzliches Fett in einer heißen Pfanne von jeder Seite etwa 2 Minuten backen.

Im Ofen

Alternativ die Fladen auf ein Backblech legen und bei 230 °C Ober-/Unterhitze etwa 15 bis 20 Minuten backen.

Aus unserer Serie „Kulinarische Zeitreisen“

Dieses Rezept begleitet den ersten Teil unserer Frundsberg-Serie:

„Was kam auf den Tisch? Eine kulinarische Zeitreise zwischen Mittelalter und Renaissance“

Darin gehen wir der Frage nach, wie Menschen zur Zeit Georg von Frundsberg gegessen haben könnten und welche Rolle Brot, Getreide und einfache Grundnahrungsmittel im Alltag spielten.

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Einordnung

Brot war um 1500 weit mehr als eine Beilage. Für viele Menschen bildete es die Grundlage nahezu jeder Mahlzeit.

Je nach Region, Ernte und Geldbeutel unterschieden sich die Brote erheblich. Während wohlhabendere Haushalte häufig hellere Weizenbrote bevorzugten, dominierten für viele Menschen Roggen, Dinkel, Hafer oder andere Getreidesorten.

Historische Quellen zeigen zudem, dass neben Getreide auch Hülsenfrüchte, Nüsse und Mandeln eine wichtige Rolle spielten. Das hier vorgestellte Feldbrot greift diese Zutaten auf und interpretiert sie für die heutige Küche.

Literatur

  • Trude Ehlert: Das Kochbuch des Mittelalters, Artemis & Winkler, 4. Auflage, 1995.
  • Odile Redon, Françoise Sabban, Silvano Serventi: Die Kochkunst des Mittelalters, Panorama Verlag, 1991.