Zwetschgenmus

Spätsommer im Glas – eingekocht für den Winter.

Pflaumenmus im Einmachglas mit frischen Pflaumen auf rustikalem Holztisch

Zwetschgenmus – aus reifen Früchten langsam eingekocht. Illustration (KI-generiert)

Zutaten

für ca. 4 Gläser

  • 3 kg reife Zwetschgen
  • 800 g braunen
  • 3 Sternanis
  • 1 Zimtstange
  • 8 Nelken

Zubereitung

Die reifen Zwetschgen waschen, entsteinen und in einen großen Schmortopf mit der Schnittfläche nach unten schichten. Braunen Zucker darauf verteilen, alles
zugedeckt über Nacht durchziehen lassen. Am nächsten Tag den Backofen vorheizen (150 Grad Ober- und Unterhitze – 130 Grad Umluft). Den geschlossenen Topf auf mittlerer Schiene in den Backofen geben und alles 3 Stunden garen.

Sternanis, Zimtstange und Nelken in ein Gewürzsäckchen geben, zu den Zwetschgen geben. Alles gut verrühren und noch einmal 2 Stunden ohne Deckel im Ofen
garen (dabei die Ofentür einen Spalt offen lassen und immer wieder umrühren). Die dickflüssige Masse in heiß ausgespülte Schraubgläser füllen und gleich verschließen.

„ALS MARMELADE HATTEN WIR ZWETSCHGEN-GSÄLZ...

…morgens gab es ein Butterbrot – Butter hatten wir genug und dazu gab es „Gsälz” und „Latwerg”.
Was ist das? Ist lateinisch – der Apotheker macht heute noch Latwerg.

Horst Mauser

 

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GUT ZU WISSEN

Latwerge (lateinisch Electuarium, deutsch „Leckmittel“, mittelhochdeutsch Latwarje) nannte man schon im Mittelalter haltbare Arzneimittel aus eingedickten Früchten mit Honig. Volkstümlich bezeichnet man auch Pflaumenmus oder anderes Fruchtmus als „Latwerge“.

Einordnung

Zwetschgenmus wurde in vielen Haushalten in größeren Mengen eingekocht. Es war über Monate haltbar und diente als Brotaufstrich, zum Backen oder als süße Ergänzung im Alltag.