Brennsuppe

Ein einfaches Alltagsgericht.

Früher fester Bestandteil des täglichen Essens, heute fast vergessen.
Die Brennsuppe steht für eine Küche des Einfachen – nahrhaft, genügsam und oft auch dann gekocht, wenn es jemandem nicht gut ging.

Brennsuppe – einfache Mehlsuppe in einem alten Topf, ländliche Küche, schlicht inszeniert

Brennsuppe – aus angeröstetem Mehl und Wasser gekocht. Illustration (KI-generiert)

Zutaten

Was man immer zuhause hat ...

  • 1 Zwiebel
  • 50 g Fett (Butter oder Schamlz)
  • 4 EL Mehl
  • 1,5 l Wasser
  • Salz, Pfeffer, Kümmel
  • nach Belieben Bohnenkraut und Majoran

Zubereitung

Zwiebel schälen und fein würfeln. Fett (Butter oder Schmalz) erhitzen, 4 EL Mehl (Weizen- oder Dinkelmehl) zugeben und unter Rühren bräunen. Zwiebelwürfel
untermischen, Wasser angießen, alles mit Salz, Pfeffer, Kümmel, und nach Belieben Bohnenkraut und Majoran würzen und 5 – 6 Minutenköchlen lassen.

FRÜHER GUT – UND HEUTE AUCH NOCH!

Schon in der Naturheilkunde bei Hildegard von Bingen gab es Brennsuppe – sie wird auch heute noch zum Fasten und zur Unterstützung einer gesunden
Nierenfunktion geschätzt. Zubereitet wird diese Brennsuppe mit Dinkelgrieß oder Dinkelmehl und mit Salz, Muskatnuss, Galgant- und Bertrampulver gewürzt!

„BEI UNS HAT MAN EIN SPEZIELLES „BRENNMEHL” FÜR DIE EINBRENNE GENOMMEN...

…so eine Art Grieß, aber Schwarzbrotgrieß, also grauer Grieß. Es war ein grobes Mehl – das hat man mit Fett vermischt und einbrennen lassen. Es war eine ganz dicke Suppe und es hieß: „Von Brennsuppe kann man leben.” Brennsuppe war ein ausgesprochenes „Arme-Leute-Essen“!“

Horst Mauser

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Einordnung

Brennsuppe war ein typisches Alltagsgericht. Sie wurde aus wenigen Zutaten zubereitet und diente vor allem dazu, schnell und einfach satt zu werden.