GSCHNITTENE NIEDELA

Ein einfacher Teig, von Hand geschnitten – Suppennudeln, wie sie früher selbstverständlich waren.

Gschnittene Niedela – fein geschnittene Suppennudeln aus selbstgemachtem Teig auf Holzbrett

Gschnittene Niedela – frisch geschnittene Suppennudeln aus einfachem Teig. Illustration (KI-generiert)

Zutaten

für ca. 4 Personen

  • Je 150 g Wiener Griessler und Weizenmehl Type 405
  • ½ TL Salz
  • 3 Eier (M)
  • 90 ml Wasser

Zubereitung

Wiener Griessler und Weizenmehl mit Salz vermischen und auf ein Brett häufen. Eier mit Wasser in einem Glas verschlagen. In die Mehl-Mitte eine Mulde drücken, Ei-Wasser-Mix langsam einlaufen lassen und mit einem Messer vorsichtig unter das Mehl mischen. Alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Teig halbieren, jede Hälfte zu einer Kugel formen, mit einem Geschirrtuch abdecken und 30 Minuten ruhen lassen. Teigkugeln auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu dünnen Teigplatten ausrollen. Teigplatten auf ein sauberes Küchenhandtuch legen und zum Beispiel über eine Stuhllehne zum Trocknen hängen (ca. 1 Stunde). Angetrocknete Teigfladen vorsichtig zusammenrollen und mit einem scharfen Messer schräg von der kurzen Seite her in dünne, feine Teigstreifen schneiden. Suppennudeln mit der Hand auflockern und am besten gleich verwenden.

„GSCHNITTENE NIEDELA, GSCHNITTENE NIEDELA, GSCHNITTENE NIEDELA, DIE SIND GUT. WEM MA’S SCHMELZELET, WEM MA’S SELTZELET UND A BAR GAGGELA NA DUT…

…mit der Großmutter zusammen habe ich oft Nudeln gemacht. Zuerst hat man ja den Teig kneten müssen, da hab ich meistens dann auch irgendwo ein  Stückchen gekriegt und das war dann auf dem Küchentisch. Also da war extra für die Nudeln so ein großes Brett. Und auf dem Brett ist zuerst der Teig gemacht worden und der musste ganz besonders fest sein. Den haben wir dann ausgewalzt, bis er ganz hauchdünn war. Dann haben wir die großen Nudel-Fleck zuerst mal ein bisschen trocknen lassen müssen – überall in der Küche, wo es eine Ablage gab, sind die “Fleck” rumghängt! Dann hat man die Fleck zusammengerollt und ganz fein mit einem scharfen Messer geschnitten – das waren dann „gschnittene Niedela“. Beim Schneiden durfte ich allerdings nur selten helfen, weil das wegen dem Messer zu gefährlich war!“

Georg „Gore“ Kling

Einordnung

Suppennudeln wurden meist frisch zubereitet – aus wenigen Zutaten, ohne Vorrat. Das Schneiden von Hand gehörte dabei zum Küchenalltag und war geübte Routine.