Krumme Krapfen
Historische Einführung
Die Krummen Krapfen gehören zu den ungewöhnlichsten Gerichten der mittelalterlichen Küche. Trotz ihres Namens handelt es sich nicht um süßes Gebäck, sondern um würzige Käsekrapfen, die in Schmalz ausgebacken wurden.
Bereits das BvgSp (Büchlein von guter Speise) aus dem 14. Jahrhundert beschreibt diese hufeisenförmigen Käsekrapfen. Auch das Grazer Kochbuch kennt eine ähnliche Variante. Trude Ehlert hat beide historischen Quellen ausgewertet, erläutert und für die heutige Küche nachvollziehbar aufbereitet.

KI-generierte Illustration von Krummen Krapfen nach historischen Rezeptquellen des 14. Jahrhunderts. Die Darstellung dient der Veranschaulichung und erhebt keinen Anspruch auf eine exakte historische Rekonstruktion.
Zutaten
für 4 Personen
- 200 g geriebener Käse (Emmentaler, Raclette oder Gouda)
- 200 g Mehl
- 4 Eier
- Pfeffer aus der Mühle
- Salz
wahlweise hinzuzufügen:
- 125 g durchwachsener Speck, fein gewürfelt
- 150 g Schmalz oder ½ l Öl zum Ausbacken
(wortgetreu nach Trude Ehlert)
Zubereitung
Den geriebenen Käse mit dem Mehl, den Eiern und den Gewürzen zu einem festen Teig verkneten. Wenn man die Variante mit Speck macht, den feingewürfelten Speck hineinkneten. Den Teig zu kleinen Hufeisen formen und im heißen Schmalz goldgelb ausbacken. Heiß servieren.